Bericht über das Müritzeum in Waren (Müritz)
Geschrieben am 28. Juli 2008 in Allgemein, Deutschland von Reisender || Keine Kommentare
Eines der schönsten Museen in denen ich je war, ist das „Müritzeum“ in Waren an der Müritz.
Als ich mich schon ein paar Minuten in diesem Museum aufhielt, merkte ich, dass es sich von anderen Museen abhebt. Die Größe hat mich überwältigt. Der riesige Außenbereich ist naturgetreu mit vielen Bäumen und frei fliegenden bzw. freilaufenden Tieren. Aber das Herzstück, was mir unglaublich gefallen hat, ist der Herrensee, der dem Bereich das non – plus – ultra gibt. Entlang des Weges, der um den See führt, stehen noch zwei Museen. Das eine ist ein Haus der Aquarien und das andere eine Erweiterung des Hauptgebäudes, mit Ausstellungen. Besonders wird bei den Ausstellungen darauf geachtet, dass die Natur näher erklärt wird und die Funktionsweise von zum Beispiel dem Flügel der Vögel, die Stromlinienform der Fische, die Bedeutung des Moores oder des Baumes erklärt wird. Die ganze Natur und ihre Eigenheiten sind genaustens erklärt. Mir hat sehr gut gefallen, dass Teilgebiete extra begrenzt waren und Themen übersichtlich gestaltet wurden, dass die Besucher sich super zu Recht fanden.
Verwunderlich für mich war bei meinem Besuch, dass sich so viele Kinder aus dem Kindergarten und aus Schulen in dem Museum aufhielten. Aber als ich mir das „Müritzeum“ näher ansah, wusste ich wieso. Die biologischen Fakten werden nicht nur durch informative Texte übermittelt, sondern auch durch gebaute Geräte, die die Problematik der Natur veranschaulichen. Und mit diesen Geräten spielten viele der Kleinen außerdem hielten sie sich, nachdem sie sich die ganze Anlage genau angeschaut hatten, auf dem Abendteuerspielplatz der Anlage auf. Aber nicht nur Jugendliche und Kinder sah ich, sondern auch Erwachsene, die sich nach ihrem Rundgang auf der Dachterrasse ausruhten und noch mal die Anlage betrachteten.
Was die Besucher, mich eingeschlossen, mit am meisten begeisterte, war das große Aquarium in der Eingangshalle, was sich ungefähr über 2 Etagen des „Müritzeums“ erstreckt. Viele saßen auf der Bank gegenüber und sahen zu, wie das Aquarium gereinigt wurde.
Außerdem wurde in einem extra Raum eine Multivision angeboten. Diese war natürlich kostenfrei und sehr interessant. Die Stühle waren fast vollkommen besetzt. Danach strömten die Leute aus dem Kino und gingen entweder durch das Hauptgebäude oder genossen die Sonne im Außenbereich.
Das gute an dem Museum ist, dass es keine pflichtgebundene Pfade gibt, bei denen man beginnen muss. Man kann individuell festlegen wo man anfangen will und wo man endet, weil die Themen nicht sonderlich über mehrere Räume miteinander verbunden sind. Somit gab es auch keine Drängeleien, obwohl das „Müritzeum“ gut besucht war.
Ich hielt mich sehr lange in dem Museum auf, weil es immer wieder etwas Neues zu entdecken gab. Ich vergaß die Zeit vollkommen, weil ich mir alles gründlich angeguckt hatte. Viele Besucher, die vor mir in das Museum kamen, gingen mit und auch nach mir erst wieder heraus. Es ist wichtig sich viel Zeit für das „Müritzeum“ zu nehmen.
Es lohnt sich auf jeden Fall das „Müritzeum“ zu besuchen.
Mit hat es sehr gut gefallen.